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Die nachfolgenden politischen Forderungen wurde auf unserer Mitgliederversammlung am 23. September 2020 einstimmig beschlossen:

Psychische Erkrankungen belasten  Individuen, Familien, Gesellschaft, Gesundheitssystem und Ökonomie in hohem Maße. Unkenntnis über die Auswirkungen schwerer psychischer Erkrankungen,  SMI ( Severe Mental Illness ), die etwa 5% aller psychischen Erkrankungen ausmachen,  führen über mangelnde Prävention und fehlende Kontinuität in der Behandlung  zu Behinderung, u.a. auch  zu Auto- und Fremdaggressionen und bei nicht ausreichender medizinischer und sozialer Versorgung zu Chronifizierung, sowie, begleitet von Komorbidität: zu deutlich verkürzter Lebenserwartung. Ebenso kommt es leider immer wieder zu tragischen Tötungen, sei es, dass der Erkrankte zum Opfer wird, sei es, dass Unbeteiligte zum Opfer eines im Wahn gefangenen Menschen werden. Doch gerade diese Gruppe von Menschen, die in die Kategorie „SMI “gehören- und in der Regel mehrfach behindert sind- fallen aus dem sozialpsychiatrischen System weitgehend heraus. Darauf verweist an mehreren Stellen der Psychiatriebericht der Hamburgischen Bürgerschaft von 2019.
In Übereinstimmung mit der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 und der OECD health policy Studie  MAKING  MENTAL HEALTH COUNT -  THE SOCIAL AND ECONOMIC COSTS OF NEGLECTING MENTAL HEALTH CARE von 2014 fordern wir, als Angehörige und Freunde seelisch behinderter Menschen, von den verantwortlichen politischen Gremien, auf der Basis der im Psychiatrieplan erhobenen Fakten, ein Konzept, das den seelisch behinderten Menschen hilft sowie ihren Familien hilft und die Gesellschaft vor den ökonomischen und sozialen Folgen einer Vernachlässigung der seelischen Gesundheitsversorgung schützt.

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