Aktuelles

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Mitteilungen.

Es ist sicher kein Einzelfall, dass ein psychisch Erkrankter aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten eine Kündigung des Mietverhältnisses erhält. Nachbarn, die sich gestört fühlen und Vermieter, die von Beschwerden genervt werden, versuchen den Störenfried loszuwerden. Das ist verständlich - aber ist es gerechtfertigt, die Obdachlosigkeit des Erkrankten in Kauf zu nehmen? Unter diesem Link finden Sie einen Bericht mit der gleichzeitigen Bitte um einen Erfahrungsaustausch. Wer eine ähnlich leidvolle Erfahrung mit einem erkrankten Angehörigen machen musste, kann sich gern melden unter

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Am 1. 1. 2020 trat das Angehörigenentlastungsgesetz in Kraft. Dies führt zur finanziellen Entlastung der meisten Angehörigen, die bislang vom Sozialamt zu Zahlungen für ihre erkrankten Familienmitglieder herangezogen wurden. Eine ausführliche Darstellung hat unser Vorstandsmitglied Dr. Lothar Bublitz verfasst, Sie finden sie hier.

Ein Auszug:

"Kernstück der Reform ist die Einführung einer 100 000-Euro-Grenze. Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten
sind für die Frage des Rückgriffs dann nicht zu berücksichtigen, wenn deren Eltern oder Kinder nicht
ein jährliches Gesamteinkommen von über 100 000 Euro erzielen. Unterhaltsansprüche werden dann nicht auf
den Sozialhilfeträger übergeleitet. Die unterhaltsverpflichteten Kinder oder Eltern werden dann nicht mehr zur
Beteiligung an den Sozialhilfekosten herangezogen."

Am 26. Oktober 2019 richteten wir in Zusammenarbeit mit dem Geschwisternetzwerk ein Geschwister-Eltern-Seminar aus. Im Fokus der Veranstaltung sollte die Beziehung zwischen den nicht erkrankten Geschwistern und ihren Eltern stehen: Wie steht es mit dem gegenseitigen Verständnis zwischen Eltern und nicht erkrankten Geschwisterkindern? Müssen Geschwister Verantwortung für ihren erkrankten Bruder oder ihre erkrankte Schwester übernehmen? Wie kann der familiäre Zusammenhalt gewahrt bleiben?

Einleitend hielt Frau Dr. Christiane Pohl (Philosophische Beratungspraxis Hamburg) ein Impulsreferat, beruhend auf ihren Erfahrungen aus ihrer Beratungstätigkeit.

Ein Auszug aus dem Protokoll der Abschlussdiskussion der Veranstaltung:

In der Diskussion kam auch zur Sprache, dass die häufig geäußerten Ambivalenzen in der Beziehung zwischen gesunden und erkrankten Geschwistern einen wesentlichen Grund in der Besonderheit von Geschwisterbeziehungen haben. Sie unterscheiden sich generell von allen anderen Beziehungen im Leben schon allein durch ihre Dauer – in der Regel sind es die längsten Beziehungen im Leben eines Menschen, geprägt von den gemeinsamen Erfahrungen ( Studien belegen, dass sie auch bei Konflikten und sogar bei Kontaktabbruch in der einen oder anderen Form weiterbestehen).                   
Der ‚Verlust‘ von Bruder oder Schwester durch eine späte Erkrankung ist sehr belastend, ebenso wie die Trauer und der Schmerz, nie einen (z.B. großen) Bruder gehabt zu haben.

Hier finden Sie das zusammenfassende Protokoll der gesamten Veranstaltung einschließlich des Vortrages von Frau Dr. Pohl.

Hier die Kontaktdaten unserer Hamburger Geschwistergruppe, eines der wenigen Angebote für Geschwister psychisch erkrankter Menschen deutschlandweit:

http://www.lapk-hamburg.de/index.php/aktuelles/307-geschwistergruppe-neuer-treffpunkt


 

Die Geschwistergruppe trifft sich absofort an einem neuen Ort:

Jeden 1. Samstag im Monat von 10.30 bis 12.30 im Treffpunkt Kesselflickerweg - Das Rauhe Haus

Einzelheiten im Einladungsflyer


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