Notwendige Entwicklungsschritte der Psychiatrie in Hamburg aus der Sicht der Angehörigen:

  • Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist jetzt auch in der Bundesrepublik gültiges Recht und bedingt zügige Gesetzes- und Verordnungsänderungen zugunsten der Behinderten.
  • Die Schaffung eines Psychiatriebeirates für Hamburg, in dem anstehende Aufgaben-stellungen beraten werden, ist in diesem Zusammenhang dringend geboten.
  • Das Bestreben „ambulant vor stationär“ wird durch die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und einen aufsuchenden psychiatrischen Krisendienst, der außerhalb der Öffnungszeiten von ambulanten und stationären Einrichtungen, insbesondere in den Nachtzeiten und an Sonn- und Feiertagen, für die Bevölkerung erreichbar ist, unterstützt.
  • Ein sorgfältig durchstrukturiertes und niederschwelliges Angebot an Aktivitäten, auch an Wochenenden, unterstützt die chronisch Erkrankten insbesondere auch in schwierigen Lebenssituationen. Für sie ist ferner dafür Sorge zu tragen, dass sie, so sie es wünschen, in Einrichtungen in oder in unmittelbarer Nähe von Hamburg Aufnahme finden.
  • Ein regelmäßig zu aktualisierender Hilfeplan, der Gefahren einer Hospitalisierung und langfristige Nebenwirkungen bei Medikamentengaben minimiert, sorgt für eine qualitätsvolle und durch kompetente Behandlungsteams begleitete Betreuung.
  • Zur Fragestellung „Persönliches Budget, ja oder nein? ist eine Arbeitsgruppe aus Behördenvertretern, Betroffenen, gesetzlichen Betreuern und Angehörigen zu bilden, die die Chancen und Grenzen dieses Angebotes diskutieren und dazu eine praxisnahe Handlungs- und Entscheidungshilfe erstellen.
  • Angehörige fordern den Ausbau der Versorgungsforschung, z.B.
    • die Wirksamkeit von Therapien und Medikamenten auf den langfristigen Verlauf
    • Wohn- und Arbeitssituation psych. kranker Menschen
    • Stand der Inklusion psych. kranker Menschen in die Alltagswelt.

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