Unter obigem Titel hielt der Vorsitzende des Angehörigenverbands Hamburg einen Plenarvortrag auf der diesjährigen Jahrestagung der Aktion psychisch Kranke in Berlin. Der Vortrag befasste sich mit der oft völlig fehlenden häuslichen Hilfe für psychisch schwerkranke Menschen.

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Hier die Zusammenfassung: Gerade der Respekt vor Autonomie und menschlicher Würde eines psychisch kranken Menschen gebieten es, ihm alle Hilfe anzubieten, dies auch wiederholt, auch wenn er die Hilfe nicht selbst einfordert, auch, wenn er sie sogar zunächst ablehnt. Es geht gerade darum, entwürdigenden Erfahrungen wie Fesselung beim Polizeieinsatz, Zwangsbehandlung, Obdachlosigkeit möglichst vorzubeugen.
 Tatenloses Zusehen in Notsituationen, verbrämt mit hehren Worten, hilft nicht. Sich achselzuckend abzuwenden, wenn der kranke Mensch sich nicht behandeln lassen will, ist weder Respekt vor der Autonomie noch Achtung der Menschenwürde.
 Psychisch schwerkranke Menschen brauchen Fürsorge.  Gefragt sind geduldig wiederholte Hilfsangebote, der Versuch, eine Beziehung herzustellen. Der Versuch wird nicht immer gelingen. Wird er aber nicht gemacht, liegt unterlassene Hilfeleistung vor.

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