Rund 80 Teilnehmer, Angehörige, Betroffene, Mitarbeiter aus Psychiatrie und Sozialpsychiatrie und ges. Betreuer, waren am 1.2.2012 im Hamburg-Haus in Hamburg-Eimsbüttel  erschienen.Ein Bericht über die Veranstaltung erschien in der Zeitschrift Eppendorfer.

Begrüßungsworte des Vorsitzenden des Angehörigenverbands, Dr. Hans Jochim Meyer

Zum Teil stellten die Referenten ihre Vorträge zur Verfügung:

1.    Wie erleben Angehörige das Verfahren zur Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung ?
Gerhard Heß, Landesverband der Angehörigen

2.    Wann und warum regt die Klinik eine Betreuung an?
Dr.Iris Drengenberg, Albertinen- Krankenhaus


3.    Wie läuft das Betreuungsverfahren ab?
Michael Knackstedt, Fachamt für Betreuungsfragen

4.    Was sind die Aufgaben des ärztlichen Gutachters im Betreuungsverfahren?
Dr. Martin Dirksen-Fischer u. Dr. Jochen Horst, Gesundheitsamt Eimsbüttel

5.    Wie und worüber entscheidet das Gericht?
Ulrich Engelfried, Richter am Amtsgericht Hamburg-Barmbek

Einige wichtige Punkte aus der Diskussion:
-    Dr.Martin Dirksen-Fischer, Psychiater und Leiter des Gesundheitsamtes Hamburg- Eimsbüttel, wies auf die Verantwortung des Gutachters zur Erstellung eines individuellen Gutachtens unter Einbeziehung des sozialen und familiären Umfeldes, also nach Möglichkeit auch der Angehörigen, hin. Der Gutachter solle den Betroffenen möglichst in seiner Wohnung aufsuchen. Wichtig sei, dass Gutachten in einer auch für medizinische Laien verständlichen Sprache abzufassen.
-    Wichtig der Hinweis, dass der Betroffene das Recht auf Kenntnis des Gutachtens hat. Falls der Betroffene aus medizinischer Sicht das Gutachten nicht selbst lesen soll, ist ein Verfahrenspfleger zu bestellen, der mit dem Betroffenen über die Inhalte des Gutachtens zu sprechen hat.
-    Angehörige können auf Antrag am Verfahren beteiligt werden, dies schließt das Recht auf Akteneinsicht und das Beschwerderecht ein.
-    Möglichkeit der Mitbetreuung, d.h. es kann z.B. neben einem Berufsbetreuer auch ein Angehöriger mit bestimmten Aufgabenkreisen betraut werden.


Weiterführende Hinweise:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)

Die Paragraphen, die die gesetzliche Betreuung betreffen, beginnen mi § 271

Rechtliche Hinweise zum Betreuungsverfahren
Hinweise zu Beschwerden im Betreuungsverfahren
Hinweise zur Mitbetreuung


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