Gesetzliche Betreuung

Hier stellen wir Informationen zur Verfügung, die in den letzten Jahren im Rahmen unserer Arbeit und Veranstaltungen entstanden sind:

1. Bericht über eine Veranstaltung des Angehörigenverbandes über die Alltagspraxis der gesetzlichen Betreuung

2. Informationen für Betroffene und Angehörige, im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg trialogisch erarbeitet

3. Vortrag von Dr. Iris Drengenberg, Oberärztin am Albertinen-Krankenhaus zur Frage, wann die Klinik eine Bettreuung anregt

4. Amtsrichter Ulrich Engelfried zum Verfahrensablauf am Gericht

5. Michael Knackstedt zum Ablauf des Betreuungsverfahrens

6. Gerhard Heß: Wie erleben Angehörige das Betreuungsverfahren

Der Angehörigenverband und der Verband der Berufsbetreuer luden zu einer Veranstaltung mit dem Ziel, für eine bessere trialogische Gesprächskultur unter Einbeziehung der Betreuer zu werben.

Aus Angehörigensicht:

Wir wünschen uns Betreuer, die

- Erfahrung im Umgang mit psychisch kranken Menschen haben

- die über hohe fachliche Kompetenz und Kenntnisse des psychiatrischen Versorgungssystems verfügen

- die sich als eigenständige Stimme verstehen, die die Wünsche und Rechte des Betreuten auch gegenüber der Psychiatrie vertreten

- die mit der Familie zusammenarbeiten

Lesen Sie hier einen Bericht des BdB über diese Veranstaltung

Ein weiterer Bericht wurde in der Zeitschrift Eppendorfer veröffentlicht.

 

Über 80 Personen waren am 25.9. zu unserer zweiten Veranstaltung zu Betreuungsfragen erschienen. Die Zeitschrift Eppendorfer berichtete. Lesen Sie hier den Bericht.

Frau Iris Peymann, Berufsbetreuerin und Mitglied im Bundesvorstand des Berufsverbandes der Berufsbetreuer/innen, stellte die Aufgaben eines Betreuers an Hand eines anonymisierten Falles dar( jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen wäre rein zufällig). Frau Peymann hob u.a. auch vor, es sei wichtig, die Familie des Betreuten einzubinden. Ihre Präsentation finden Sie hier

 

Siehe auch den Bericht über unsere erste Veranstaltung zu Betreuungsfragen.

Der Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker (LApK) und der Berufsverband der Betreuer/innen (BdB) Landesgruppe Hamburg haben sich auf eine gemeinsame Erklärung zum Verhältnis zwischen Angehörigen und Berufsbetreuern verständigt.

Den Verbänden ist bewusst, dass diese Erklärung rechtlich im Einzelfall nicht bindend ist. Die Verbände möchten aber zum Ausdruck bringen, wie das Verhältnis zwischen Angehörigen und Betreuern im Interesse des psychisch kranken Menschen, der die Unterstützung durch einen Betreuer benötigt, aussehen sollte.

Sie möchten damit ein Zeichen setzen: Zusammenarbeit zu Gunsten des psychisch kranken Menschen, Achtung und Respekt der beiderseitigen Kenntnisse und Erfahrungen.

Hier Auszüge aus der Erklärung:

"Angehörige wünschen sich, dass die Betreuer/ innen einen Beitrag   zum langfristigen Erhalt der familiären Bindungen leisten. So soll dem Erkrankten langfristig die Unterstützung seiner Familie gesichert werden,"

"Ein Kontrakt unter den Beteiligten, in dem sich alle über den Umgang miteinander verständigen, könnte Basis einer guten Zusammenarbeit sein.  Hiermit haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Denn hier kommen alle zu Wort und es kann sich auf den Kontrakt berufen werden, wenn es zu Missverständnissen gekommen sein  sollte. "

Hier die gesamte Erklärung.

Diese Erklärung ist ein weiterer Schritt unserer Bemühungen zu mehr Transparenz im Betreuungswesen, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten im ( erweiterten)Trialog.

Weitere Informationen über das Betreuungsverfahren und unsere diesbezüglichen Aktivitäten im Menüpunkt Presseinfo/ gesetzliche Betreuung des Hauptmenüs.

Rund 80 Teilnehmer, Angehörige, Betroffene, Mitarbeiter aus Psychiatrie und Sozialpsychiatrie und ges. Betreuer, waren am 1.2.2012 im Hamburg-Haus in Hamburg-Eimsbüttel  erschienen.Ein Bericht über die Veranstaltung erschien in der Zeitschrift Eppendorfer.

Begrüßungsworte des Vorsitzenden des Angehörigenverbands, Dr. Hans Jochim Meyer

Zum Teil stellten die Referenten ihre Vorträge zur Verfügung:

1.    Wie erleben Angehörige das Verfahren zur Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung ?
Gerhard Heß, Landesverband der Angehörigen

2.    Wann und warum regt die Klinik eine Betreuung an?
Dr.Iris Drengenberg, Albertinen- Krankenhaus


3.    Wie läuft das Betreuungsverfahren ab?
Michael Knackstedt, Fachamt für Betreuungsfragen

4.    Was sind die Aufgaben des ärztlichen Gutachters im Betreuungsverfahren?
Dr. Martin Dirksen-Fischer u. Dr. Jochen Horst, Gesundheitsamt Eimsbüttel

5.    Wie und worüber entscheidet das Gericht?
Ulrich Engelfried, Richter am Amtsgericht Hamburg-Barmbek

Einige wichtige Punkte aus der Diskussion:
-    Dr.Martin Dirksen-Fischer, Psychiater und Leiter des Gesundheitsamtes Hamburg- Eimsbüttel, wies auf die Verantwortung des Gutachters zur Erstellung eines individuellen Gutachtens unter Einbeziehung des sozialen und familiären Umfeldes, also nach Möglichkeit auch der Angehörigen, hin. Der Gutachter solle den Betroffenen möglichst in seiner Wohnung aufsuchen. Wichtig sei, dass Gutachten in einer auch für medizinische Laien verständlichen Sprache abzufassen.
-    Wichtig der Hinweis, dass der Betroffene das Recht auf Kenntnis des Gutachtens hat. Falls der Betroffene aus medizinischer Sicht das Gutachten nicht selbst lesen soll, ist ein Verfahrenspfleger zu bestellen, der mit dem Betroffenen über die Inhalte des Gutachtens zu sprechen hat.
-    Angehörige können auf Antrag am Verfahren beteiligt werden, dies schließt das Recht auf Akteneinsicht und das Beschwerderecht ein.
-    Möglichkeit der Mitbetreuung, d.h. es kann z.B. neben einem Berufsbetreuer auch ein Angehöriger mit bestimmten Aufgabenkreisen betraut werden.


Weiterführende Hinweise:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)

Die Paragraphen, die die gesetzliche Betreuung betreffen, beginnen mi § 271

Rechtliche Hinweise zum Betreuungsverfahren
Hinweise zu Beschwerden im Betreuungsverfahren
Hinweise zur Mitbetreuung


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