Häufige Fragen

Das Bild vom unberechenbaren und gefährlichen psychisch kranken Gewalttäter, der  ohne jeden Grund harmlose Passanten angreift, ist weit verbreitet. Dieses Bild  wird nicht nur  von der Boulevardpresse verbreitet.

Vor allem die Angst ist gross, auf der Strasse oder in der U-Bahn ohne jeden Grund von einem „unberechenbaren und gefährlichen“ psychisch Kranken angegriffen zu werden. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass diese Angst im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte noch zugenommen hat.

Aber genau diese Angst ist so nicht berechtigt. Das Stereotyp vom psychotischen Gewalttäter, der blindwütig und unberechenbar durch die Gegend zieht und Fremde angreift, ist falsch.

Im Gegenteil: Gewalttaten psychisch kranker Menschen an Fremden sind sehr selten.

 

Prof. Dr. Asmus Finzen hat sich ausführlich mit diesen Fragen befasst, lesen Sie hier seinen Artikel

Wesentliche Ziele der Integrierten Versorgung sind ( mit Unterschieden zwischen den verschiedenen Verträgen):


Bessere Verzahnung der stationären und ambulanten Versorgung
Behandlung im häuslichen Umfeld mit dem Ziel, nach Möglichkeit Klinikaufenthalte zu vermeiden
bessere Kooperation aller beteiligten Berufsgruppen

In Hamburg und Schleswig- Holstein gibt es derzeit 2 unterschiedliche Formen der sog. Integrierten Versorgung ( IV-Versorgung).

1. Angebote unter dem Dach der Abitato-Management GmbH in beiden Bundesländern, Standorte und weitere Informationen finden Sie hier. Eine Übersicht die Standorte in Hamburg gibt es hier.

2. das Home-Treatment des UKE ( Universitätsklinik Hamburg- Eppendorf), erste Ergebnisse wurden im Jahr 2013 veröffentlicht, mehr

Die Idee des Psychoseseminars entstand im Jahre 1989 im UKE Hamburg in Zusammenarbeit von Dorothea Buck und Prof. Dr. Thomas Bock. Informationen einschließlich der Termine und Themen des Hamburger Psychoseseminars finden Sie auf der Homepage des Vereins "Irre menschlich".

Mittlerweile hat sich die Idee des Psychoseminars weit verbreitet. In Deutschland haben sich weit mehr als 100 Psychoseseminare entwickelt. Im Hamburger Umland gibt es Psychoseminare z.B. in Elmshorn und im Kreis Lauenburg.

Eine gute Übersicht über Psychoseseminare in Deutschland, Verständnis von Psychosen und den Trialoggedanken findet sich auf der Homepage" Trialog- Psychoseseminare"

Unter " Peers" versteht man ein eine Gruppe von Menschen in ähnlichen Lebensumständen, Unter Peer-Beratung versteht man eine gegenseitige Beratung durch Mitglieder einer Peer-Gruppe. Im Hamburger Peer-Beratungsprojekt ist damit gemeint;

1. Eine Beratung von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen durch andere Angehörige.

2. eine Beratung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung durch Menschen mit eigener Erfahrung eines psychischen Erkrankung,

 

Informationen über das Hamburger Peer- Beratungsprojekt:

Peer-Beratungsprojekt geht in die Öffentlichkeit PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 25. März 2012 um 10:12 Uhr

Am 19.3.2012 ging das Peer-Beratungsprojekt( Betroffene beraten Betroffene- Angehörige beraten Angehörige) mit einer Pressekonferenz in der Handelskammer Hamburg in Anwesenheit der Gesundheitssenatorin der Stadt Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, in die Öffentlichkeit. Mehrere Peer-Beraterinnen berichteten über die ersten positiven Erfahrungen.

Einige Auszüge aus der Pressemappe zur Angehörigenperspektive:

" Von den professionellen Behandlern ist meist nur eine kurze Auskunft zu erwarten( wenn überhaupt), dabei ist der Gesprächs- und Unterstützungsbedarf der Angehörigen enorm. Diese oft schmerzlich empfundene Lücke will das - in Deutschland einmalige- Peer-Beratungsangebot für Angehörige schließen."

" Mit Hilfe des Angehörigenverbandes Hamburg wurden 16 Beraterinnen ausgewählt und geschult".

Die vollständige Pressemappe mit weiteren Informationen finden Sie hier.

Einen Bericht des Eppendorfer, Zeitschrift für Psychiatrie, finden Sie hier.

Einen Bericht des Hamburger Abendblatt über die Pressekonferenz finden Sie hier.

Eine Übersicht über die derzeitigen Beratungsmöglichkeiten finden Sie hier. Weitere Beratungen, insbesondere die Beratungen für Angehörige im UKE und in der Asklepios Klinik Ochsenzoll werden folgen.

2 Hinweise

- Die Beratungen können auch von Menschen in Anspruch genommen werden, die bzw. deren Angehörige sich nicht in der jeweiligen Klinik befinden. Der Angehörigenverband Hamburg betrachtet die Angehörigenberatung gewissermaßen als Aussenstelle seines seit vielen Jahren etablierten Beratungsangebotes.

- Besonders hinzuweisen ist auf die Beratung im Krankenhaus Alsterdorf. Hier bieten 2 Beraterinnen auch eine Beratung für Angehörige von Menschen mit geistiger Behinderung und gleichzeitiger psychischer Erkrankung an.

 

Unter Trialog versteht man in der Psychiatrie das gleichberechtigte Gespräch dreier Gruppen: die von einer psychischer Erkrankung betroffenen Menschen, die Angehörigen psychisch erkrankter Menschen und psychiatrische Fachleute ( Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenpflegepersonal usw.). Der Trialoggedanke ist inzwischen weit verbreitet, aber keineswegs Alltag in jeder psychiatrischen Einrichtung.

Der Trialog wurde ursprünglich im Zusammenhang mit psychotischen Erkrankungen entwickelt. Inzwischen gibt es auch trialogische Veranstaltungen für weitere Krankheitsbilder. Weitere ausführliche Informationen auf der Homepage " Trialog- Psychoseseminare"


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