Wer wir sind

Am 15. November 2017 fand wieder der schon traditionelle Gottesdienst mit Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg statt. Der Gottesdienst stand unter den Motto: Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. 3 Mütter berichteten aus ihrem Erleben.

Hier ein Auszug:

Ich sehe etwas, das Du nicht siehst

Ich sehe, dass Du Dich verändert hast, Deine Kleidung, Deine Haare, Deine Reaktionen.
Ich sehe, dass Deine Einschätzung der Realität nicht immer übereinstimmt mit meiner:
Dass Du Dinge hörst, die kein anderer hört, Dinge siehst, die kein anderer sieht, Schmerzen fühlst, für die keine Ursache gefunden werden kann.
Ich sehe, dass Du Dinge machst, die Dir dauerhaft Schaden zufügen, weil Du sie nicht als solche einschätzen kannst.
Ich sehe, dass Du gefährliche Situationen nicht wahrnimmst, in denen ich um Dich fürchte und, dass Du andererseits Gefahren an Stellen siehst, die für mich zu vernachlässigen sind.
Ich sehe, dass für Dich die meisten Türen inzwischen verschlossen sind, die Dir mal offenstanden.
Ich erlebe, wie anstrengend Menschen für Dich sind und wie Du gelegentlich unter Reaktionen von Mitmenschen leidest.
Ich sehe auch, dass Du an Dir selbst leidest

Eine Zusammenstellung aller 3 Beiträge finden Sie hier

Wir freuen uns, dass erneut ein Mitglied unseres Verbandes für seine ehrenamtliche Arbeit geehrt wurde:

Unserem langjährigen Vorstandsmitglied Gerhard Heß wurde vom Senat der Hansestadt Hamburg die Medaille für treue Arbeit im Dienst des Volkes verliehen. Der 1. Bürgermeister Olaf Scholz wird sie am 16.2. 2016 im Rathaus überreichen. Voraussetzung für die Verleihung dieser Medaille ist eine mindestens 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Herr Heß ist seit über 25 Jahren Mitglied unseres Vorstands. Er arbeitet seit 2008 in der Unabhängigen Beschwerdestelle mit, seit 2011 arbeitet er in der Aufsichtskommission nach § 23 Hamb.PsychKG mit. Weiter ist er seit über 35 Jahren Mitglied des Sanierungsbeirates Mümmelmannsberg.

Seine langjährige Tätigkeit für unseren Verband lässt sich so beschreiben:

Hier setzt er sich seit über 25 Jahren für die von psychischer Erkrankung Betroffenen und deren Angehörige ein. Der notwendigen und wichtigen Vernetzungen in und um die Sozialpsychiatrie  nahm er sich im Besonderen an. Das beinhaltet seit Jahren die ehrenamtliche Mitarbeit und den unermüdlichen Einsatz in zahlreichen Arbeitskreisen und Gremien, beispielhaft seien hier genannt: LAGH (Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.), der LAG Betreuungsgesetz, Gremien in Kliniken und der ambulanten Sozialpsychiatrie.
Die Schwerpunkte seiner ehrenamtlichen Arbeit lassen sich so umreißen:
-    langjähriger Einsatz für Verbesserung der Wohnsituation psychisch kranker Menschen, insbesondere für ausreichend Wohnraum in Hamburg. In den letzten Jahren insbesondere Einsatz für die Unterbringung betroffener Hamburger (durch Gerichtsbeschluss) in Hamburg, mit dem Ziel, für jeden Sektor  in Hamburg ein „Lütt Hus“ (für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf) mit Anbindung an die jeweilige  Klinik zu schaffen.
-    Hinwirken auf gute Qualität in Wohneinrichtungen
-    Hinwirken auf Qualitätsverbesserungen in der psychiatrischen Versorgung, insbesondere bei der Entlassung aus der Klinik, Sicherstellung der ambulanten Weiterversorgung
-    persönliche Beratung und Begleitung betroffener Menschen.

Am 9. April 2016 fand die öffentliche diesjährige Mitgliederversammlung statt. Folgende Unterlagen sind hier veröffentlicht:

1. Das Protokoll

2. Der Bericht des Vorstandes

3. Die Auswertung der Beratungen im Jahr 2015

4. Der Bericht des Schatzmeisters über das Jahr 2015

5. Der Bericht der Rechnungsprüfer

An dieser Stelle wollen wir Materialien zur Geschichte der Angehörigenbewegung veröffentlichen.

1. Diplomarbeit von Sabine Hummitzsch- Befragung von Zeitzeugen zu den Anfängen der Angehörigenbewegung

2. Die Angehörigengruppe, A. Finzen und M.C. Angermeyer, Onlineversion des Originalwerkes aus 1985

3. R. Peukert: Nach 31 Jahren gelesen,Kommentar zu obigem Buch von 2015,

4. R. Peukert: 40 Jahre Psychiatrie-Enquete- Bilanz eines Angehörigen

Weitere Texte zur Psychiatriegeschichte der vergangenen Jahrzehnte finden Sie auf der Homepage von Prof. Dr. Asmus Finzen( Veröffentlichungen im Netz)


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