Aktuelles

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Mitteilungen.

Haben Angehörige die Psychiatrie verändert?

Vortrag gehalten auf der Tagung: „Die subjektive Seite der Schizophrenie“ am 22. Februar 2018 in Hamburg

Zusammenfassung:

Es werden beispielhaft 4 Visionen vorgestellt:

 Vision Nr. 1.
Psychiatrisch Tätige aller Berufsgruppen, sammeln in Aus- und Weiterbildung umfangreiche praktische Kenntnisse der anderen Seite der Schizophrenie, nämlich der Patienten in ihrer häuslichen, familiären Umgebung.

Vision Nr. 2
Angehörigen wird mit einer wertschätzenden Haltung begegnet, ihre Sorgen um das  erkrankte Familienmitglied und die ganze Familie werden ernst genommen.

Vision Nr. 3
Die professionell psychiatrisch Tätigen anerkennen und unterstützen  die Arbeit der Angehörigenselbsthilfe .

Vision Nr. 4
Viele professionell in der Psychiatrie Tätige sind zugleich Angehöriger eines psychisch erkrankten Menschen. Sie verfügen über eine Doppelerfahrung, die weder der durchschnittliche psychiatrische Profi noch der durchschnittliche Angehörige hat.
Die Vision ist, dass es gelingt, diese Doppelerfahrungen für die Psychiatrie nutzbar zu machen.

den gesamten Vortrag finden Sie hier

Auf Einladung der Westfälischen Gesellschaft für soziale Psychiatrie hielt der Vorsitzende unseres Verbandes im November 2017 in der Fachhochschule Bielefeld einen Vortrag, in dem er u.a. die Frage behandelte, welche Verantwortung Angehörige haben, wenn das erkrankte Familienmitglied seine Hilfsbedürftigkeit nicht erkennt.

Auszug: Selbstbestimmung, Autonomie und Menschenwürde sind hohe Güter. Fürsorge und Hilfe für Menschen, die sich selbst nicht helfen können, sind gleichfalls tief in unserer Kultur verwurzelte Güter. Bei psychisch schwerkranken Menschen kann hier ein Spannungsfeld bestehen.

 Unterlassene Hilfeleistung ist ein Straftatbestand. Ich erinnere an den skandalösen Vorgang vor einigen Jahren in Rheinland-Pfalz: ein psychisch schwerkranker Mann lebt in seiner Wohnung mit Ehefrau und erwachsenen Kindern, er verweigert jegliche Behandlung, will keine Hilfe, der Zustand verschlechtert sich.

Den ganzen Vortrag finden Sie hier.

Am 27. April 2017 nahmen an der Veranstaltung im Rauhen Haus Hamburg rund 180 Personen teil. Gemeinsame Veranstalter waren das Rauhe Haus Hamburg, der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) und der Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker (LApK). Es ging um das Spannungsfeld: Respekt vor der Autonomie oder unterlassene Hilfeleistung.

Wir stellen hier die Vorträge zur Verfügung, soweit sie uns schon vorliegen.

1.    Warum wir als Angehörige nicht tatenlos zusehen dürfen, Dr. Hans Jochim Meyer, LApK

2.    Autonomie und Würde: Überlegungen zum Anspruch auf Hilfeleistungen für psychisch erkrankte Menschen, Dr. Christiane Pohl, Philosophische Praxis Hamburg

3.   Recht auf Autonomie und/ oder Recht auf Hilfe? Eine Güterabwägung, Zusammenfassung der folgende ppt-Präsentation in Textform, Prof. Dr. Wolfgang Schütte
                                                                                                                                                             
4.   Recht auf Autonomie und/oder Recht auf Hilfe? Eine Güterabwägung, Powerpoint Prof. Dr. Wolfgang Schütte
                                                                                                                                                         
5.  Mein Recht auf Hilfe, wenn ich mir nicht mehr selber helfen kann, Rolf Scheffel, Hamburg
                                                                                                                                                          
6.   Wie wir im Rauhen Haus arbeiten – die Praxis unseres Arbeitsalltags, Wolfgang Bayer, Das Rauhe Haus,
                                                                                                                                                           
7.   Pflegepraxis und Pflegewissenschaft – was bietet sie dieser Zielgruppe an, was muss sie lernen? Prof. Dr. Michael Schulz,Fachhochschule der Diakonie Bielefeld

Wir möchten auf das im Paranus-Verlag erschienene Buch: "Angehörige sind Erfahrene" hinweisen,

weitere Literaturhinweise finden Sie unter http://www.lapk-hamburg.de/index.php/unser-angebot


                                                                                                                                                          

Erwachsene Geschwister von Menschen mit seelischen Krisen
        - Wir sind außen vor und doch mittendrin!

Kennst du das auch?
- Dein Bruder/Deine Schwester ist oder war von einer (schwerwiegenden)     seelischen     Krise betroffen...
- Und du bist überfordert, traurig und fühlst dich ohnmächtig...
- Du verlierst den Blick auf dich selber und fühlst dich für alles verantwortlich...
- Du hast das Bedürfnis dich mit anderen Geschwistern über deine Gefühle
  auszutauschen und Solidarität zu erfahren...

Wir…
...hören dir im Vertrauen zu.
...unterstützen uns zur Selbsthilfe.
...wollen einander Hoffnung geben.
...lernen gemeinsam achtsam zu sein.

Bei uns wird nicht stigmatisiert und verurteilt!

Die Gruppe/zwei Schwestern heißen Dich willkommen.
Wann: jeden 1. Samstag im Monat von 10:30 -12:30 Uhr (Start 1. Juli 2017)
Wo: Adenauerallee 2, 20097 Hamburg (bei MiA e.V.)

Anmeldung erwünscht; bei Fragen kontaktiere bitte die Gruppenleiterin Joana Gehrmann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier der Flyer der Gruppe mit weiteren Informationen

Informationen zum bundesweiten Geschwisternetzwerk finden Sie hier


Zurück
Oben