Aktuelles

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Mitteilungen.

Fritz Bremer (Brücke Neumünster, Paranus-Verlag) hat einen lesenswerten Artikel zum Bundesteilhabegesetz geschrieben, hier ein Auszug:

"Der Autor befürchtet, dass es für viele betroffene Menschen zu einem solchen Abbau von Hilfeleistungen kommen wird, dass erstens die bisher erreichte Integration in Frage stehen wird, zweitens die notwendige Fachlichkeit und Zuverlässigkeit nicht mehr gewährleistet sein wird, drittens es zur Vernachlässigung von hilfebedürftigen und heute noch hilfeberechtigten Menschen kommen wird und viertens das alles zu einer unerträglichen Überforderung der Angehörigen führen wird."

Der Angehörigenverband Hamburg sieht sich in seinen Auffassungen und Befürchtungen bestätigt.

Die Landesgruppe Hamburg des Bundesverbandes der Berufsbetreuer (BdB) und der Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker haben sich auf eine gemeinsame Stellungnahme zum Kabinettsentwurf des geplanten Bundesteilhabegesetzes (BTHG) verständigt.

Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier,

Ausschnitte aus der Stellungnahme:

Angehörige und Betreuer erfahren unmittelbar, wie hürdenreich die Zugänge zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für psychisch erkrankte Menschen bereits jetzt schon sind. Der Rückzug des fürsorgenden Staates und sein Umbau nach der Prämisse des „Fördern und Forderns“ hat zu erheblichen Mitwirkungspflichten der betroffenen Menschen und damit zu einem erhöhten Unterstützungsbedarf sowohl durch Angehörige als auch durch rechtliche BetreuerInnen geführt.

Insbesondere sind der LApK und der Landesverband Hamburg des BdB in Sorge, dass der § 99 BTHG, in dem der leistungsberechtigte Personenkreis geregelt ist, psychisch erkrankte Menschen außen vor lässt. Vorausgesetzt wird eine Beeinträchtigung, „die Folge einer Schädigung der Körperfunktion und-struktur“ (§ 99 BTHG )ist. Hier wird nicht deutlich, ob seelisch und psychisch erkrankte Menschen überhaupt gemeint sind. Ist die Seele eine Körperfunktion oder –struktur?
Der Personenkreis wird so zugeschnitten, dass zu befürchten ist, dass Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen nicht durchgängig die Kriterien erfüllen und damit von der Eingliederungshilfe ausgeschlossen werden können.
 

Weitere Informationen einschließlich der Einschätzung eines Richters am Bundessozialgericht i.R auf dieser Seite unter:http://www.lapk-hamburg.de/index.php/aktuelles/268-kabinettsentwurf-zum-bundesteilhabegesetz

 

Am 3. Juni 2016 haben der Bundesverband sowie sämtliche Angehörigenverbände der Bundesländer die bisherigen Ergebnisse unseres Aufrufs zur Stärung der aufsuchenden Behandlung besprochen und einstimmig eine Resolution verabschiedet.

Wir freuen uns über weitere Unterzeichner unseres Aufrufs, bislang haben über 1200 Einzelpersonen unterzeichnet, weiter  zahlreiche Selbsthilfeorganisationen und -gruppen, wichtige Fachgesellschäften und Berufsverbände, zahlreiche sozialpsychiatrische Einrichtungen, die Liste der Unterzeichner finden Sie hier.

Die Kernforderung der Resolution lautet:

Wir fordern alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, im Bund, in den Ländern und den Kommunen auf, ihrer Verpflichtung zur Daseinsvorsorge für psychisch erkrankte Bürger nachzukommen und die notwendigen zukunftsfähigen Strukturen zu schaffen, die auch Hilfen für die betroffenen Familien vorsehen.


Wir fordern ebenso Leistungsträger und Leistungserbringer auf, sich ihrer Verantwortung für schwerkranke Menschen und ihrer Familien bewusst zu sein und an der Schaffung dieser Strukturen mitzuwirken.


Vertreter der psychisch erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen sind zu beteiligen.

Überreichung des Bundesverdienstkreuzes

Dem Vorsitzenden unseres Verbandes, Dr. Hans Jochim Meyer, wurde vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen . Die Überreichung durch Senatorin Prüfer-Storcks erfolgte am 22.6. im Rahmen eines Empfangs im Rathaus.

„Seit über zehn Jahren engagiert sich Dr. Hans Jochim Meyer ehrenamtlich und mit großem Einsatz für die Belange psychisch Erkrankter und ihrer Angehörigen. Als verlässlicher Ansprechpartner hat er vielen Menschen geholfen und durch seine zahlreichen Aktivitäten ihren Anliegen in der Öffentlichkeit eine Stimme gegeben. Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks in ihrer Laudatio.
Die gesamte Laudatio lesen Sie hier
Erwiderung von Dr. Meyer auf  die Laudatio
Ich sehe diese Auszeichnung nicht nur als persönliche Anerkennung, sondern als Anerkennung und Würdigung der gemeinsamen Arbeit des Angehörigenverbandes, der gemeinsamen Arbeit unserer Vorstandsmitglieder, unserer Beraterinnen und Berater, die in unserer regelmäßigen Sprechstunde mitarbeiten, die wir 2x wöchentlich anbieten. Ich möchte in Erinnerung rufen, dass rund 2/3 der Menschen, die sich ratsuchend, oft verzweifelt, an uns wenden, nicht Mitglieder unseres Verbandes sind. Pro Jahr erbringen wir 400- 500 Beratungen. Weiter ist zu nennen auch die Anerkennung der  wichtigen Gremienarbeit, die etliche Mitglieder wahrnehmen, ohne einen offiziellen Posten zu haben.

Wir hoffen, dass diese Auszeichnung auch Rückenwind für unsere Arbeit insgesamt gibt. Wir hoffen, dass sie zu einer besseren Wahrnehmung und Würdigung unserer Arbeit beiträgt, in der Öffentlichkeit, vor allem aber in der Fachöffentlichkeit.

Wir hoffen, dass diese Auszeichnung beiträgt zu einer besseren Wertschätzung der Leistungen, die viele Familien für ihre erkrankten Familienmitglieder erbringen. Wir hoffen, dass mehr professionell in der Psychiatrie Tätige die Bedeutung erkennen, die eine hilfreiche Familie für die Erkrankten haben kann.

Wir hoffen, dass diese Auszeichnung auch einen Beitrag leistet zu einer weiteren Verbesserung der Beziehungen zwischen den Angehörigen und den professionell in der Psychiatrie Tätigen aller Berufsgruppen.

Gudrun Tissler- Berndt vom Angehörigenverband Niedersachsen überbrachte die Grüße des Bundesverbandes und wies auf überregionale Aktivitäten hin.

Aber ich bin auch beauftragt vom Vorstand unseres Bundesverbandes der Angehörigen, Ihnen ganz herzlich zu gratulieren und Grüße auszurichten von unserer Vorsitzenden Gudrun Schliebener, von Karl-Heinz Möhrmann, Willy van Driessche, Christian Zechert, Dieter Otte, Dr. Hannig und Dr. Friedrich Leidinger.
Alle Angehörigen in Deutschland werden hocherfreut sein, wenn Sie von dieser Ehrung in der Psychosozialen Umschau lesen.

Hier die vollständige Rede

Helmut Krüger vom Vorstand der HGSP( Hamburgische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) erinnerte an viele gemeinsame Aktivitäten:

„Ich erinnere mich gern an die gemeinsamen Jahre mit unseren Treffen am Mittwochabend in der
Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle in Altona mit Vertretern des Betroffenen Verbandes,
Vertretern der Einrichtungen, des Verbandes der Hamburger Nervenärzte und anderer.


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