Aktuelles

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Mitteilungen.

Am 10. Februar fand unsere diesjährige Jahresmitgliederversammlung statt. U.a. wurde eine Namensänderung unseres Verbandes beschlossen. Der Name soll zukünftig lauten: Angehörige psychisch erkrankter Menschen, Landesverband Hamburg e.V.

Folgende Beiträge stellen wir hier zur Verfügung:

Protokoll Teil 1

Protokoll Teil 2

Präsentation des Vorstandsberichtes

Kurzfassung des mündlichen Vorstandsberichtes

Bericht über unsere Beratung

Bericht über die Zusammenarbeit mit dem BdB( Verband der Berufsbetreuer)

Einnahme-Überschussrechnung 2017

Protokoll der Rechnungsprüfung

Auf Einladung der Westfälischen Gesellschaft für soziale Psychiatrie hielt der Vorsitzende unseres Verbandes im November 2017 in der Fachhochschule Bielefeld einen Vortrag, in dem er u.a. die Frage behandelte, welche Verantwortung Angehörige haben, wenn das erkrankte Familienmitglied seine Hilfsbedürftigkeit nicht erkennt.

Auszug: Selbstbestimmung, Autonomie und Menschenwürde sind hohe Güter. Fürsorge und Hilfe für Menschen, die sich selbst nicht helfen können, sind gleichfalls tief in unserer Kultur verwurzelte Güter. Bei psychisch schwerkranken Menschen kann hier ein Spannungsfeld bestehen.

 Unterlassene Hilfeleistung ist ein Straftatbestand. Ich erinnere an den skandalösen Vorgang vor einigen Jahren in Rheinland-Pfalz: ein psychisch schwerkranker Mann lebt in seiner Wohnung mit Ehefrau und erwachsenen Kindern, er verweigert jegliche Behandlung, will keine Hilfe, der Zustand verschlechtert sich.

Den ganzen Vortrag finden Sie hier.

Am 15. November 2017 fand wieder der schon traditionelle Gottesdienst mit Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg statt. Der Gottesdienst stand unter den Motto: Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. 3 Mütter berichteten aus ihrem Erleben.

Hier ein Auszug:

Ich sehe etwas, das Du nicht siehst

Ich sehe, dass Du Dich verändert hast, Deine Kleidung, Deine Haare, Deine Reaktionen.
Ich sehe, dass Deine Einschätzung der Realität nicht immer übereinstimmt mit meiner:
Dass Du Dinge hörst, die kein anderer hört, Dinge siehst, die kein anderer sieht, Schmerzen fühlst, für die keine Ursache gefunden werden kann.
Ich sehe, dass Du Dinge machst, die Dir dauerhaft Schaden zufügen, weil Du sie nicht als solche einschätzen kannst.
Ich sehe, dass Du gefährliche Situationen nicht wahrnimmst, in denen ich um Dich fürchte und, dass Du andererseits Gefahren an Stellen siehst, die für mich zu vernachlässigen sind.
Ich sehe, dass für Dich die meisten Türen inzwischen verschlossen sind, die Dir mal offenstanden.
Ich erlebe, wie anstrengend Menschen für Dich sind und wie Du gelegentlich unter Reaktionen von Mitmenschen leidest.
Ich sehe auch, dass Du an Dir selbst leidest

Eine Zusammenstellung aller 3 Beiträge finden Sie hier

Am 27. April 2017 nahmen an der Veranstaltung im Rauhen Haus Hamburg rund 180 Personen teil. Gemeinsame Veranstalter waren das Rauhe Haus Hamburg, der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) und der Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker (LApK). Es ging um das Spannungsfeld: Respekt vor der Autonomie oder unterlassene Hilfeleistung.

Wir stellen hier die Vorträge zur Verfügung, soweit sie uns schon vorliegen.

1.    Warum wir als Angehörige nicht tatenlos zusehen dürfen, Dr. Hans Jochim Meyer, LApK

2.    Autonomie und Würde: Überlegungen zum Anspruch auf Hilfeleistungen für psychisch erkrankte Menschen, Dr. Christiane Pohl, Philosophische Praxis Hamburg

3.   Recht auf Autonomie und/ oder Recht auf Hilfe? Eine Güterabwägung, Zusammenfassung der folgende ppt-Präsentation in Textform, Prof. Dr. Wolfgang Schütte
                                                                                                                                                             
4.   Recht auf Autonomie und/oder Recht auf Hilfe? Eine Güterabwägung, Powerpoint Prof. Dr. Wolfgang Schütte
                                                                                                                                                         
5.  Mein Recht auf Hilfe, wenn ich mir nicht mehr selber helfen kann, Rolf Scheffel, Hamburg
                                                                                                                                                          
6.   Wie wir im Rauhen Haus arbeiten – die Praxis unseres Arbeitsalltags, Wolfgang Bayer, Das Rauhe Haus,
                                                                                                                                                           
7.   Pflegepraxis und Pflegewissenschaft – was bietet sie dieser Zielgruppe an, was muss sie lernen? Prof. Dr. Michael Schulz,Fachhochschule der Diakonie Bielefeld

Wir möchten auf das im Paranus-Verlag erschienene Buch: "Angehörige sind Erfahrene" hinweisen,

weitere Literaturhinweise finden Sie unter http://www.lapk-hamburg.de/index.php/unser-angebot


                                                                                                                                                          


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