Am 26. Oktober 2019 richteten wir in Zusammenarbeit mit dem Geschwisternetzwerk ein Geschwister-Eltern-Seminar aus. Im Fokus der Veranstaltung sollte die Beziehung zwischen den nicht erkrankten Geschwistern und ihren Eltern stehen: Wie steht es mit dem gegenseitigen Verständnis zwischen Eltern und nicht erkrankten Geschwisterkindern? Müssen Geschwister Verantwortung für ihren erkrankten Bruder oder ihre erkrankte Schwester übernehmen? Wie kann der familiäre Zusammenhalt gewahrt bleiben?

Einleitend hielt Frau Dr. Christiane Pohl (Philosophische Beratungspraxis Hamburg) ein Impulsreferat, beruhend auf ihren Erfahrungen aus ihrer Beratungstätigkeit.

Ein Auszug aus dem Protokoll der Abschlussdiskussion der Veranstaltung:

In der Diskussion kam auch zur Sprache, dass die häufig geäußerten Ambivalenzen in der Beziehung zwischen gesunden und erkrankten Geschwistern einen wesentlichen Grund in der Besonderheit von Geschwisterbeziehungen haben. Sie unterscheiden sich generell von allen anderen Beziehungen im Leben schon allein durch ihre Dauer – in der Regel sind es die längsten Beziehungen im Leben eines Menschen, geprägt von den gemeinsamen Erfahrungen ( Studien belegen, dass sie auch bei Konflikten und sogar bei Kontaktabbruch in der einen oder anderen Form weiterbestehen).                   
Der ‚Verlust‘ von Bruder oder Schwester durch eine späte Erkrankung ist sehr belastend, ebenso wie die Trauer und der Schmerz, nie einen (z.B. großen) Bruder gehabt zu haben.

Hier finden Sie das zusammenfassende Protokoll der gesamten Veranstaltung einschließlich des Vortrages von Frau Dr. Pohl.

Hier die Kontaktdaten unserer Hamburger Geschwistergruppe, eines der wenigen Angebote für Geschwister psychisch erkrankter Menschen deutschlandweit:

http://www.lapk-hamburg.de/index.php/aktuelles/307-geschwistergruppe-neuer-treffpunkt


 


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