Am 15. November 2017 fand wieder der schon traditionelle Gottesdienst mit Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg statt. Der Gottesdienst stand unter den Motto: Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. 3 Mütter berichteten aus ihrem Erleben.

Hier ein Auszug:

Ich sehe etwas, das Du nicht siehst

Ich sehe, dass Du Dich verändert hast, Deine Kleidung, Deine Haare, Deine Reaktionen.
Ich sehe, dass Deine Einschätzung der Realität nicht immer übereinstimmt mit meiner:
Dass Du Dinge hörst, die kein anderer hört, Dinge siehst, die kein anderer sieht, Schmerzen fühlst, für die keine Ursache gefunden werden kann.
Ich sehe, dass Du Dinge machst, die Dir dauerhaft Schaden zufügen, weil Du sie nicht als solche einschätzen kannst.
Ich sehe, dass Du gefährliche Situationen nicht wahrnimmst, in denen ich um Dich fürchte und, dass Du andererseits Gefahren an Stellen siehst, die für mich zu vernachlässigen sind.
Ich sehe, dass für Dich die meisten Türen inzwischen verschlossen sind, die Dir mal offenstanden.
Ich erlebe, wie anstrengend Menschen für Dich sind und wie Du gelegentlich unter Reaktionen von Mitmenschen leidest.
Ich sehe auch, dass Du an Dir selbst leidest

Eine Zusammenstellung aller 3 Beiträge finden Sie hier


Zurück
Oben