Aktuelles

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Mitteilungen.

Am 10. Februar fand unsere diesjährige Jahresmitgliederversammlung statt. U.a. wurde eine Namensänderung unseres Verbandes beschlossen. Der Name soll zukünftig lauten: Angehörige psychisch erkrankter Menschen, Landesverband Hamburg e.V.

Folgende Beiträge stellen wir hier zur Verfügung:

Protokoll Teil 1

Protokoll Teil 2

Präsentation des Vorstandsberichtes

Kurzfassung des mündlichen Vorstandsberichtes

Bericht über unsere Beratung

Bericht über die Zusammenarbeit mit dem BdB( Verband der Berufsbetreuer)

Einnahme-Überschussrechnung 2017

Protokoll der Rechnungsprüfung

   Vorankündigung

   Aufsuchende Behandlung – eine Chance für Schwer- und Ersterkrankte?

   Fachtag anlässlich des 30jährigen Bestehens des Landesverbandes  Hamburg der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen am


  17.05.2018 in Hamburg im Wichernsaal des Rauhen Hauses


mit der erfolgreichen Veranstaltung vom April 2017 im Rauhen Haus Hamburg „Menschenwürde wahren, Zwangseinweisung vermeiden, aufsuchende Hilfen stärken“ konnten wir als Veranstalter darauf hinweisen, aufsuchende Behandlung und psychosoziale Hilfen für schwer psychisch erkrankte Menschen sind sinnvoll und notwendig. Mit der jetzigen interdisziplinären Folgeveranstaltung führen wir diesen Diskurs weiter. Das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) erlaubt jetzt die „Stationsäquivalente Behandlung“ (stäB). Einfacher gesagt: Das häusliche Umfeld, die Wohnung kann zum Krankenzimmer eines Krankenhauses oder eines gemeindepsychiatrischen Anbieters im Sinne des SGB V werden. Aber ist dies für alle betroffenen Patienten und ihre Angehörigen die beste Wahl? Wollen sie dies überhaupt? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Kliniken und gemeindepsychiatrischen Anbietern gelingen? Was ist mit solchen Schwerkranken, deren Zuhause die Straße oder die Obdachlosenunterkunft ist? Menschen, die einen großen Bogen um die Klinik machen oder trotz akuter Psychose keinerlei Behandlung erhalten oder wollen? Wie bewerten Psychiatrieerfahrene, Angehörige und beruflich Tätige die neue Option, wenn es um die praktische Umsetzung geht? Wir laden Sie hiermit wieder herzlich ein, an diesem Diskurs teilzunehmen.
Gleichzeitig findet die Veranstaltung anlässlich des 30jährigen Bestehens des Landesverbandes der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen Hamburg statt.

Wolfgang Bayer
Das Rauhe Haus, Stiftungsbereich Sozialpsychiatrie, Hamburg

Christian Zechert
Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e. V., Bonn

Dr. Hans Jochim Meyer
Landesverband der Angehörigen psychisch erkrankter  Menschen Hamburg e. V.


Die endgültigen Einladungen mit den Anmeldemodalitäten veröffentlichen wir in Kürze. Bitte melden Sie sich erst nach Veröffentlichung der endgültigen Einladung an.

Auf Einladung der Westfälischen Gesellschaft für soziale Psychiatrie hielt der Vorsitzende unseres Verbandes im November 2017 in der Fachhochschule Bielefeld einen Vortrag, in dem er u.a. die Frage behandelte, welche Verantwortung Angehörige haben, wenn das erkrankte Familienmitglied seine Hilfsbedürftigkeit nicht erkennt.

Auszug: Selbstbestimmung, Autonomie und Menschenwürde sind hohe Güter. Fürsorge und Hilfe für Menschen, die sich selbst nicht helfen können, sind gleichfalls tief in unserer Kultur verwurzelte Güter. Bei psychisch schwerkranken Menschen kann hier ein Spannungsfeld bestehen.

 Unterlassene Hilfeleistung ist ein Straftatbestand. Ich erinnere an den skandalösen Vorgang vor einigen Jahren in Rheinland-Pfalz: ein psychisch schwerkranker Mann lebt in seiner Wohnung mit Ehefrau und erwachsenen Kindern, er verweigert jegliche Behandlung, will keine Hilfe, der Zustand verschlechtert sich.

Den ganzen Vortrag finden Sie hier.

Am 15. November 2017 fand wieder der schon traditionelle Gottesdienst mit Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg statt. Der Gottesdienst stand unter den Motto: Ich sehe etwas, was Du nicht siehst. 3 Mütter berichteten aus ihrem Erleben.

Hier ein Auszug:

Ich sehe etwas, das Du nicht siehst

Ich sehe, dass Du Dich verändert hast, Deine Kleidung, Deine Haare, Deine Reaktionen.
Ich sehe, dass Deine Einschätzung der Realität nicht immer übereinstimmt mit meiner:
Dass Du Dinge hörst, die kein anderer hört, Dinge siehst, die kein anderer sieht, Schmerzen fühlst, für die keine Ursache gefunden werden kann.
Ich sehe, dass Du Dinge machst, die Dir dauerhaft Schaden zufügen, weil Du sie nicht als solche einschätzen kannst.
Ich sehe, dass Du gefährliche Situationen nicht wahrnimmst, in denen ich um Dich fürchte und, dass Du andererseits Gefahren an Stellen siehst, die für mich zu vernachlässigen sind.
Ich sehe, dass für Dich die meisten Türen inzwischen verschlossen sind, die Dir mal offenstanden.
Ich erlebe, wie anstrengend Menschen für Dich sind und wie Du gelegentlich unter Reaktionen von Mitmenschen leidest.
Ich sehe auch, dass Du an Dir selbst leidest

Eine Zusammenstellung aller 3 Beiträge finden Sie hier


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